Das Projekt
Der Kranich steht in Mythen und Legenden als Symbol für ein langes Leben, für Treue, Wachsamkeit und Klugheit, er ist Vogel des Glücks und Bote des Frühlings. In Japan wird ihm nachgesagt, dass er 1000 Jahre alt werden kann. Hieraus entstand die Legende: wer 1000 Kraniche faltet, bekommt einen Wunsch erfüllt.
Inspiriert davon, baue ich über die nächsten Jahre tausend Lichtobjekte, deren Leuchtkörper ein gefalteter Kranich ist. Jeder, der einen leuchtenden Kranich erwirbt, kann dessen Standort gemeinsam mit seinem Wunsch auf der Weltkarte veröffentlichen.
Sobald ich 1000 Kraniche gefaltet habe, wünsche ich mir, dass alle Wünsche der Teilnehmenden in Erfüllung gehen!
Mahela Rostek

Kunst sehe ich als Möglichkeit, Trennung und Entfremdung zu überwinden. Die Vorstellungskraft ist dabei das Mittel, mit dem ich Menschen aus ihren gewohnten Wahrnehmungen heraushole, um ihnen neue Denkräume zu eröffnen. Ich entwickle partizipative Formate, die Begegnungen zwischen den Teilnehmenden und mir ermöglichen.
In Eins-zu-eins Performances nehmen Besucher:innen direkten Einfluss auf den Ablauf und ihr Erleben der Interaktion. Sie treffen Entscheidungen – sei es die Wahl eines Papiers, aber auch die Wahl der Inhalte, die sie mit mir teilen. Einfachste Gesten bekommen eine Bedeutung, die der Handlung eine zeremonielle Würde verleiht.
Der Kern meiner Arbeit ist die Kraft des Wünschens. Wiederkehrende Themen sind menschliche Erfahrungen wie Vergänglichkeit, Abwesenheit, Erinnern und Vergessen, aber auch das Erleben von Entschleunigung.
Der Kranich als mythisches Wesen wird mit dem Übergang zwischen den Welten assoziiert, was ihn zu einem Symbol für Transformation und Neubeginn macht. Der gefaltete Origami-Kranich, der mich seit 2014 begleitet, ist Träger der Wünsche von Menschen, die mir begegnen.
Ich lebe seit 2009 als freischaffende Künstlerin in Berlin und Potsdam und entwickle überwiegend partizipatorische Performance-Projekte. Ich habe in London am Central St. Martins College of Art & Design Bühnen und Kostümbild studiert. 2005-2007 arbeitete ich als Bühnen- und Kostümbildnerin am Theater Bonn in Oper, Schauspiel und Tanz. 2009 schloss ich an der Royal Central School of Speech & Drama mit einem Master in Performance Practices and Research ab. Meine Performances waren in der Galerie im Artforum, Offenburg, im Centre Pompidou in Paris und bei diversen Festivals wie 100° Berlin, 48 Stunden Neukölln und ART Kreuzberg in Berlin zu sehen.
Presse
Tagesspiegel Potsdamer Neuste Nachrichten: Wenn die Kraniche glühen. Auf der Suche nach Licht / von Lena Schneider / 27.11.2021 Mehr...
Nordbayerischer Kurier: Mit Mahela Rostek das Wünschen üben / von Katharina Fink / 23.08.2016
'Spricht Mahela Rostek von ihrer Kunst, so beschreiben ihre Hände zarte Linien in der Luft, vielleicht zeichnen sie die Flugbahnen von Vögeln nach. "Vorstellungskraft" ist ein Wort, das in ihrer Erzählung immer wieder fällt. In ihren Werken gehe es ihr auch darum, die mitgestalter - als das sieht sie ihre Besucher - darin zu ermutigen, sich etwas vorzustellen. Eine Wahl zu treffen. Auch: Das Wünschen zu üben.' Mehr ...
Im April 2015 war ich Gastgeber bei Quadrat mit Lippen. Hier findest du das dabei entstandene Interview: Mehr...